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Solarthermie als Poolheizung

  • Wie funktioniert eine Solarthermie-Poolheizung? Eine Poolheizung mit Solarenergie ist technisch sehr einfach: Spezielle Solarabsorber oder Solarmatten aus schwarzem Kunststoff werden meist direkt in den Filterkreislauf des Schwimmbads eingebunden. Das Poolwasser fließt durch die Absorber, wird durch die Sonnenstrahlen erwärmt und fließt direkt zurück in das Becken, oft ohne dass eine zusätzliche Pumpe oder ein Frostschutzmittel nötig ist.
  • Was ist der Vorteil von Solarabsorbern gegenüber Kollektoren? Für die Erwärmung von Poolwasser sind einfache Solarabsorber besonders kosteneffizient. Da das Wasser nur um wenige Grad erwärmt werden muss, reichen diese unverglasten Systeme völlig aus. Sie sind deutlich preiswerter in der Anschaffung als verglaste Flachkollektoren und lassen sich aufgrund ihres geringen Gewichts flexibel auf Garagendächern oder Gartenflächen montieren.
  • Kann man den Pool an eine Haus-Solaranlage anschließen? Ja, wenn bereits eine Solarthermieanlage mit Heizunterstützung vorhanden ist, kann der Pool über einen Wärmetauscher als zusätzlicher Verbraucher eingebunden werden. Dies ist besonders im Sommer sinnvoll, da die Solarenergie in dieser Zeit oft im Überschuss vorhanden ist und so genutzt wird, um die Badesaison im Frühjahr und Herbst kostenneutral zu verlängern.
  • Wie hoch ist die Rentabilität? Die Beheizung eines Pools mit Solarenergie weist eine extrem hohe Rentabilität auf. Da konventionelle Poolheizungen (Gas oder Strom) sehr teuer im Unterhalt sind, amortisiert sich eine Solarthermie-Lösung oft innerhalb weniger Saisons. Die Nutzung kostenloser Solarenergie macht den Luxus eines warmen Pools erst wirtschaftlich tragbar.
  • Welche Ausrichtung und Neigung sind ideal? Um die Badesaison in den Übergangszeiten (Mai/September) optimal zu verlängern, empfiehlt sich eine steilere Aufstellung der Absorber von etwa 50 bis 70 Grad. So fangen sie die tiefstehende Sonne in diesen Monaten am besten ein und liefern genau dann die maximale Solarenergie, wenn die Nächte kühler sind und der Pool die meiste Wärme verliert.

Spezielle Poolheizungen

Für den Gebrauch im privaten Pool kann eine Solaranlage sehr einfach ausgelegt werden. Im Prinzip besteht sie nur aus den Kollektoren und einigen Rohren. Angeschlossen wird eine solche Solarthermieanlage an den Filterkreislauf des Schwimmbads, das Wasser wird also direkt durch die Kollektoren geleitet. Ein Frostschutzmittel im Wasser ist in diesem Fall nicht erforderlich, da der Pool im Winter normalerweise nicht genutzt wird. Die Kollektoren müssen dazu im Winter selbstverständlich entleert werden. Selbst eine Pumpe ist meist nicht erforderlich, da die Rohre an die vorhandene Pumpe des Filterkreislaufs des Pools angeschlossen werden.

Anschluss an eine bestehende Anlage

Ist bereits eine Solarthermieanlage mit Heizunterstützung vorhanden, wird zur Poolheizung ebenfalls ein Wärmetauscher genutzt. Auch hier erfolgt der Wärmeübertrag im Filtersystem des Schwimmbads. Zwei Wege sind denkbar. Zunächst kann ein separater Kreislauf verlegt werden, der die Solarthermieanlage direkt mit dem Pool verbindet. In diesem Fall ist eine Steuerung erforderlich, die darüber entscheidet, welchen Kreislauf die Kollektoren aktuell mit Wärme versorgen sollen. Eine ähnliche Steuerung wird auch genutzt, wenn das Heizungswasser und das Trinkwasser in zwei separaten Tanks unmittelbar von den Kollektoren erwärmt werden.

Diese Lösung hat auch ohne Pool durchaus Vorteile, ist dann aber ein wenig überdimensioniert und damit weniger wirtschaftlich. Für die Beheizung des Pools kommt sie jedoch ernsthaft in Betracht. Alternativ ist es möglich, den Pool über einen Wärmetauscher mit dem Kreislauf der Heizung zu verbinden. In diesem Fall ändert sich die Logik des Gesamtsystems nicht. Allerdings stellt der Pool einen zusätzlichen Verbraucher mit hohem Energiebedarf dar.

Wir haben seit letztem Sommer eine Anlage mit 10 KW und Speicher. Läuft gut & wir haben keine Probleme. Kann man nur empfehlen.
von Salif G. aus Erlangen

Ein ideales Einsatzgebiet für die Solarthermie

Die Poolheizung erfordert viel Heizenergie, weswegen das Einsparpotenzial besonders hoch ist. Dies gilt umso mehr, da die Poolheizung bevorzugt dann benötigt wird, wenn die Solaranlage sehr viel Wärme liefert. Die optimale Neigung der Kollektoren entspricht der, die auch für eine Anlage mit Heizunterstützung empfehlenswert ist, da auch die Poolheizung im Frühjahr und im Herbst bevorzugt benötigt wird. Optimal sind also steilere Neigungswinkel von etwa 50 bis 70 Grad.

Höchste Rentabilität

Die Rentabilität einer Solarthermieanlage zur Heizung eines Pools steht außer Frage, sie ist aufgrund des hohen Energiebedarfs deutlich höher als die einer normalen Solarthermieanlage. Dies gilt umso mehr für spezielle Poolheizungen, die ohne einen Pufferspeicher und oft sogar ohne eine Solarpumpe auskommen.

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026