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Solarthermie & Pelletheizung

  • Was ist eine Solarthermie-Pelletheizung? Eine Solarthermie-Pelletheizung kombiniert die CO2-neutrale Verbrennung von Holzpellets mit der kostenlosen Gewinnung von Solarenergie. In diesem hocheffizienten Hybridsystem übernimmt die Solarthermieanlage vorrangig die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, während der Pelletkessel nur bei unzureichender Sonneneinstrahlung automatisch zündet, um den Restwärmebedarf zu decken.
  • Welche Vorteile bietet diese Kombination? Die Kombination gilt als besonders umweltfreundlich, da beide Energieträger regenerativ sind. Die Solarthermieanlage entlastet den Pelletkessel massiv, wodurch die Anzahl der Brennerstarts reduziert wird, was wiederum den Verschleiß mindert, die Lebensdauer der Anlage verlängert und den Pelletsverbrauch sowie die Aschebildung deutlich senkt.
  • Wie hoch ist die Ersparnis? Durch die Nutzung von Solarenergie lassen sich bis zu 30 Prozent der jährlichen Pelletskosten einsparen. Da die Solarthermie im Sommer den kompletten Warmwasserbedarf deckt, bleibt die Pelletheizung in der warmen Jahreszeit oft monatelang ausgeschaltet, was den Wirkungsgrad des Gesamtsystems optimiert und die Betriebskosten auf ein Minimum reduziert.
  • Warum ist ein Pufferspeicher notwendig? Ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher ist das Herzstück der Anlage, da er die Solarenergie und die Wärme des Pelletkessels flexibel zwischenspeichert. Er stellt sicher, dass die gewonnene Sonnenwärme auch dann zum Heizen oder Duschen zur Verfügung steht, wenn die Sonne bereits untergegangen ist, und sorgt für einen kontinuierlichen, effizienten Heizbetrieb.
  • Wird das System staatlich gefördert? Ja, die Kombination aus Solarthermieanlage und Pelletheizung wird durch Programme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) besonders attraktiv gefördert. Da beide Technologien den Einsatz fossiler Brennstoffe vermeiden, profitieren Hausbesitzer von hohen Investitionszuschüssen, welche die Amortisationszeit der gesamten Solarenergie-Investition erheblich verkürzen.

Die Pelletheizung

Eine Pelletheizung nutzt gepresste Holzpellets als Brennstoff. Für die Herstellung der Pellets kommt Holz aus nachwachsenden Beständen zum Einsatz, weswegen die gesamte CO2-Bilanz ausgeglichen ist. Auch ansonsten überzeugt die Ökobilanz der Pellets. Zu ihrer Herstellung wird nur sehr wenig Energie benötigt, insgesamt etwa drei Prozent des Energiegehalts. Zu beachten ist auch, dass Transport und Lagerung mit keinen Umweltrisiken verbunden sind. Auch die Kosten sind deutlich geringer als die fossiler Brennstoffe.

Verglichen mit einer Ölheizung wird rund die Hälfte der Heizkosten eingespart. Allerdings ist die Anschaffung einer Pelletheizung ungefähr doppelt so teuer wie die einer Ölheizung. Zu diesen Kosten trägt auch die automatische Transportvorrichtung bei, mittels derer die Pellets in den Brenner befördert werden. Der Platzbedarf einer Pelletheizung ist aufgrund dieser Vorrichtung höher. Auch das zur Lagerung der Pellets erforderliche Volumen ist deutlich größer als das eines Öltanks, weswegen der Platzbedarf insgesamt erheblich höher ist. Ein Kubikmeter Holzpellets ersetzt ungefähr 320 Liter Öl.

Kombination mit einer Solarthermieanlage

Die Kombination beider Systeme verläuft analog zur Kopplung mit einer konventionellen Heizung. Die Solarthermieanlage überträgt ihre Energie an den Pufferspeicher. Die Pelletheizung überwacht die Temperatur im Pufferspeicher ständig und schaltet sich nur zu, wenn die Temperatur unter das voreingestellte Niveau fällt. Das setzt selbstverständlich voraus, dass eine automatische Pelletheizung zum Einsatz kommt. Angeboten werden auch Modelle, die ähnlich wie ein Kaminofen arbeiten und manuell befeuert werden. Diese können nicht mit einer Solarthermieanlage kombiniert werden.

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von Antje R. aus Coburg

Vor- und Nachteile der Kombination mit der Solarthermie

Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass diese Kombination vollkommen unabhängig von fossilen Brennstoffen macht. Aus ökologischer Sicht ist diese Kombination daher optimal. Dieses Argument trifft allerdings auch auf eine Pelletheizung ohne Unterstützung durch eine Solarthermieanlage zu. Aus wirtschaftlicher Sicht besteht das Problem darin, dass die durch die Solarthermieanlage eingesparten Heizkosten nur etwa halb so hoch sind wie im Fall einer Ölheizung. Wenn bereits eine Pelletheizung vorhanden ist, ist die Amortisationszeit der zusätzlichen Solarthermieanlage also etwa doppelt so hoch. Geringfügig anders fällt die Rechnung aus, wenn die Solarthermieanlage bereits vorhanden ist und die Ölheizung erneuert werden muss. In diesem Fall ist der Vergleichsmaßstab die Kombination aus Solarwärme und Ölheizung, nicht die Pelletheizung alleine. Lohnt es sich dann, in eine doppelt so teure Pelletheizung zu investieren? Bei heutigen Energiepreisen nicht, weil der Kostenvorteil der Pelletheizung sich halbiert, wenn ein solarer Deckungsanteil von 50 Prozent angenommen wird. Künftige Steigerungen der Gas- beziehungsweise Ölpreise können jedoch zu anderen Ergebnissen führen.

Pelletheizung und Solarthermie ergänzen sich

Die Pelletheizung ist die umweltfreundlichste Möglichkeit, den von der Solarthermieanlage nicht gelieferten Teil der Heizwärme zu erzeugen. Zu beachten ist, dass der ökologische Zusatznutzen und die Einsparungen einer Solarthermieanlage in dieser Kombination geringer sind, weil die Pelletheizung selbst schon umweltfreundlich ist und geringe Brennstoffkosten verursacht.

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026