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Photovoltaik im Mehrfamilienhaus

  • Wie hoch ist der Ertrag beim Mehrfamilienhaus? Eine Solaranlage auf einem Mehrfamilienhaus erzielt jährlich etwa 900 bis 1.100 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt-Peak. Aufgrund der großen Dachflächen generiert die Photovoltaikanlage enorme Strommengen, die gemeinschaftlich von den Bewohnern genutzt werden können, um die individuellen Nebenkosten effektiv zu senken.
  • Was ist das Mieterstrom-Modell? Beim Mieterstrom-Modell wird der Ertrag der Solaranlage direkt an die Bewohner im Haus geliefert und verbraucht. Die Photovoltaikanlage ermöglicht es Vermietern, günstigen Ökostrom anzubieten, wobei staatliche Zuschüsse die Wirtschaftlichkeit fördern und die gesetzliche Einspeisevergütung für überschüssige Energie zusätzlich attraktive Renditen sichert.
  • Lohnt sich Photovoltaik für Vermieter? Ja, eine Solaranlage steigert den Immobilienwert und bietet durch den Verkauf von Solarstrom eine langfristige, stabile Einnahmequelle. Die Investition in eine Photovoltaikanlage auf dem Mehrfamilienhaus amortisiert sich durch steuerliche Vorteile und die direkte Stromvermarktung an die Mieter meist innerhalb weniger Jahre.
  • Wie erfolgt die Stromabrechnung? Die Abrechnung für die Solaranlage erfolgt über intelligente Messsysteme, die den Eigenverbrauch der Mieter exakt erfassen. Moderne Softwarelösungen automatisieren diesen Prozess für die Photovoltaikanlage, sodass der bürokratische Aufwand für Vermieter minimal bleibt, während die Mieter von transparenten Preisen unterhalb des Grundversorgertarifs profitieren.
  • Ist eine Dachsanierung vorher notwendig? Vor der Installation einer Solaranlage sollte die Statik und der Zustand des Daches am Mehrfamilienhaus geprüft werden. Da eine Photovoltaikanlage über 25 Jahre betrieben wird, empfiehlt es sich, notwendige Sanierungen vorab durchzuführen, um spätere Demontagekosten zu vermeiden und die maximale Effizienz sicherzustellen.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist es durchaus möglich, auch auf Mehrfamilienhäusern Photovoltaikanlagen zu betreiben und den Strom zum Teil von den Mietern oder Eigentümern verbrauchen zu lassen. Denn die Vorteile des Eigenverbrauchs gelten auch dann, wenn der Solarstrom in unmittelbarer Nähe verbraucht wird. Damit wären zumindest die Voraussetzungen für den lukrativen Eigenverbrauch der Wohnparteien gegeben.

Allerdings gibt es natürlich noch weitere Dinge zu beachten. So spielen die Eigentumsverhältnisse am Haus eine wichtige Rolle. Es kann sich zum einen um eine Eigentümergemeinschaft und zum anderen um Einzeleigentum handeln. Je nachdem müssen unterschiedliche Wege bestritten werden, um eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu errichten. Eine Möglichkeit, die sich immer bietet, ist zum Beispiel, die Dachfläche an einen Investor zu vermieten und von den Mieteinnahmen entweder in der Gemeinschaft oder einzeln zu profitieren. Möchte man gemeinschaftlich die PV-Anlage errichten, sollte man sich ausgiebig von entsprechenden Institutionen beraten lassen.

Komponenten & Anschaffungskosten

Was die Komponenten und Anschaffungskosten angeht, bestehen im Prinzip nur wenige Unterschiede zu einer Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus. Benötigt werden Solarmodule und Wechselrichter sowie das Montagegestell. Allerdings kann es bei mehreren Verbrauchern im Mehrfamilienhaus notwendig werden, einzelne Einspeisezähler und sogar einzelne Wechselrichter zu montieren. Auf jeden Fall sollten die einzelnen Parteien getrennte Stromkreise haben.

Seriöses Unternehmen, das einen immer gut begleitet. Zeitplan wurde auch so eingehalten. PV-Anlage arbeitet, wie wir sie wollten.
von Anja M. aus Augsburg

Vorteile beim Eigenverbrauch im Mehrfamilienhaus

Ein gravierender Vorteil, der sich bei einer Photovoltaikanlage im Mehrfamilienhaus ergibt, ist der statistisch höhere Eigenverbrauch. Bei einem einzelnen Haushalt liegt dieser in der Regel unter 30 Prozent, da der erzeugte Solarstrom nicht immer zu den Zeiten zur Verfügung steht, in denen er benötigt wird. In Mehrfamilienhäusern ist es möglich einen höheren Anteil am Solarstrom selbst zu verbrauchen, da sich das Verbrauchsverhalten bei vielen Bewohnern statistisch besser verteilt und die Photovoltaikanlage selbst weniger Überkapazitäten erzeugt. Der von der PV-Anlage angebotene Strom kann dann oft von mehreren Parteien gleichzeitig komplett verbraucht werden. Kurz gesagt, ist das Verhältnis von angebotener Leistung und benötigter Leistung für den Eigenverbrauch im Vergleich zu Einfamilienhäusern günstiger.

Lohnt sich der Einsatz einer Photovoltaikanlage?

Gerade das günstigere Eigenverbrauchsverhältnis kann zu einer höheren Rendite sowie einer Senkung der Stromkosten beitragen. Allerdings sind die Besitzverhältnisse in Mehrfamilienhäusern oft kompliziert, sodass eine gründliche Planung erforderlich ist.

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026