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Überblick über Dacheindeckung für Solaranlagen

  • Welchen Einfluss hat die Dacheindeckung? Die Art der Dacheindeckung bestimmt maßgeblich, welches Montagesystem für die Solaranlage verwendet wird und wie aufwendig die Installation der Photovoltaik-Module ist. Da jede Eindeckung – ob Ziegel, Schiefer oder Blech – unterschiedliche Anforderungen an die Statik und die Befestigungstechnik stellt, muss das System individuell angepasst werden.
  • Wie erfolgt die Montage auf Pfannendächern? Bei klassischen Ton- oder Betonziegeln werden spezielle Dachhaken unter den Pfannen am Dachsparren verschraubt. Die Ziegel müssen an den entsprechenden Stellen oft leicht ausgeklinkt werden, damit sie wieder plan aufliegen, was die Regendichtigkeit der Solaranlage garantiert und eine stabile Basis für die Photovoltaik-Unterkonstruktion schafft.
  • Was ist bei Schieferdächern zu beachten? Die Montage auf Schiefer gilt als anspruchsvoll, da das Material leicht bricht. Hier kommen oft spezielle Schiefer-Dachhaken oder Stockschrauben mit Dichtungskappen zum Einsatz, um die Photovoltaik-Anlage sicher zu verankern, ohne die empfindliche Dacheindeckung der Solaranlage zu beschädigen oder Undichtigkeiten zu riskieren.
  • Eignen sich Blech- und Trapezdächer? Metall- und Trapezblechdächer sind ideal für eine schnelle und kostengünstige Photovoltaik-Montage. Die Schienen der Solaranlage können oft direkt mit Dünnblechschrauben oder speziellen Klemmen auf den Hochsicken befestigt werden, was die Installationszeit verkürzt und das Gewicht der gesamten Photovoltaik-Anlage gleichmäßig auf die Dachfläche verteilt.
  • Kann man PV-Module auf Bitumendächern montieren? Auf Bitumen- oder Foliendächern wird die Solaranlage häufig mit Stockschrauben befestigt, die durch die Eindeckung bis in die Holzkonstruktion reichen. Dabei ist eine sorgfältige Abdichtung der Durchdringungspunkte essenziell, um die Langlebigkeit des Daches unter der Photovoltaik-Anlage zu gewährleisten und Feuchtigkeitsschäden im Gebäudeinneren zu verhindern.

Ziegeldächer

Am weitesten verbreitet sind Ziegeldächer. Die Befestigungshaken werden durch die Ziegel geführt und direkt an den Dachsparren befestigt. Der schwierigste Teil dieser Photovoltaik-Montage besteht darin, die Dachziegel mit den dazu erforderlichen Löchern zu versehen, ohne dabei Schäden an der Dacheindeckung anzurichten. Für Dachdecker ist das selbstverständlich eine Routineaufgabe. Selbst wenn nur feine Risse im Ziegel entstehen, kann dadurch später Feuchtigkeit eindringen.

Die richtige Größe der Löcher ist übrigens ebenfalls sehr wichtig. Es sieht auf den ersten Blick verlockend aus, die Aussparungen im Ziegel bewusst klein zu wählen und die Sechskantschrauben, mit denen die Photovoltaik Module befestigt werden, mit ein wenig Kraftaufwand durch die Ziegel zu zwängen. Das verhindert zwar, dass die Aussparungen zu groß werden, kann aber zu einem Anheben der Ziegel bei der Montage führen. Dies beeinflusst die Dichtigkeit des Dachs erheblich mehr, als eine etwas zu große Aussparung, die geeignet verfüllt werden kann.

Blechdächer und Bitumendächer

Eigentlich ist hier die Photovoltaik-Montage sehr einfach, da die Befestigungshaken durch einfache Bohrungen an den Dachsparren befestigt werden können. Bisweilen werden die Photovoltaik-Module auch nur mit Blechfalzklemmen befestigt, was allerdings zu Problemen führen kann, wenn sich das Blech und das Montagegestell bei höheren Temperaturen unterschiedlich stark ausdehnen. Dadurch entstehen mechanische Spannungen. Auch im Fall von Bitumendächern ist die unterschiedliche thermische Ausdehnung der wesentliche Punkt, den es zu beachten gilt.

Montagsysteme für Blechdächer können daher meist auch hier verwendet werden. Allerdings bergen Bitumendächer ein besonders hohes Risiko, durch die Montage undicht zu werden. Es empfiehlt sich daher, die Löcher großflächiger abzudichten, etwa in einem Umkreis von 15 cm.

Ich war ja erst skeptisch, weil ich nicht wusste, wem man trauen kann. Aber ich wurde positiv überrascht. Tolle Solar-Experten – direkt in der Gegend.
von Sebastian S. aus Wiesbaden

Schieferdächer

Selbst auf Schieferdächern ist eine Photovoltaik-Montage problemlos möglich, zahlreiche Anbieter bieten spezielle Befestigungssysteme an. Die Schwierigkeit bei Schieferdächern ist das hohe Risiko der Beschädigung der Schieferplatten beim Abdecken. Mittlerweile werden auch Systeme angeboten, die ohne ein Abdecken von Schieferplatten auskommen und dieses Risiko ausschließen.

Keine Photovoltaik auf asbesthaltigen Dächern

Auf asbesthaltigen Dächern ist die Installation einer Photovoltaikanlage nicht möglich – allenfalls mit einer zuvor einzuholenden speziellen Ausnahmegenehmigung. Das hat keine technischen Ursachen, sondern liegt im Arbeitsschutz begründet. An asbesthaltigen Dächern sind alle Arbeiten verboten, die nicht zwingend erforderlich sind. Erlaubt sind praktisch nur eine komplette Dachsanierung oder Arbeiten im Rahmen des Gebäudeabrisses.

Letzte Aktualisierung: 09.03.2026