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Aufdachmontage

  • Was ist eine Aufdachmontage? Die Aufdachmontage ist das gängigste Verfahren zur Installation einer Solarthermieanlage auf bestehenden Schrägdächern. Hierbei werden die Kollektoren mithilfe von speziellen Dachhaken und Montageschienen direkt über der Dacheindeckung befestigt, wodurch die wertvolle Solarenergie effizient ohne größere Eingriffe in die bestehende Dachsubstanz genutzt werden kann.
  • Welche Vorteile bietet dieses System? Ein wesentlicher Vorteil der Aufdachmontage ist die hervorragende Hinterlüftung der Kollektoren, die eine Überhitzung der Solarthermieanlage im Sommer effektiv verhindert. Zudem ist diese Installationsart der Solarenergie besonders kostengünstig und technisch unkompliziert, da die vorhandenen Dachpfannen fast vollständig erhalten bleiben und lediglich punktuell bearbeitet werden.
  • Ist jedes Dach dafür geeignet? Grundsätzlich eignet sich fast jedes Schrägdach für die Aufdachmontage einer Solarthermieanlage, sofern die Statik die zusätzliche Last tragen kann. Für eine maximale Ausbeute der Solarenergie sollte das Dach zudem eine Ausrichtung nach Süden aufweisen und einen Neigungswinkel besitzen, der die direkte Sonneneinstrahlung über das Jahr optimal einfängt.
  • Wie erfolgt die Befestigung? Bei der Aufdachmontage werden stabile Dachhaken an den Sparren verschraubt, auf denen ein Schienensystem die Kollektoren der Solarthermieanlage sicher fixiert. Diese robuste Konstruktion hält extremen Witterungsbedingungen wie Sturm oder hohen Schneelasten stand und garantiert eine langlebige Nutzung der Solarenergie über mehrere Jahrzehnte hinweg.
  • Was kostet die Aufdachmontage? Die Kosten für eine Aufdachmontage sind im Vergleich zur Indach-Installation deutlich niedriger und liegen meist im unteren vierstelligen Bereich. Da der Arbeitsaufwand geringer ist, amortisiert sich die Solarthermieanlage schneller, während Hausbesitzer gleichzeitig von einer zuverlässigen Gewinnung sauberer Solarenergie für Warmwasser und Heizungsunterstützung im Eigenheim profitieren.

Aufbau und Komponenten

Der grundlegende Aufbau eines Systems zur Aufdachmontage ist stets derselbe. Zunächst wird ein Gestell montiert, das durch die Abdeckung des Dachs hindurch an der tragenden Dachkonstruktion befestigt wird. Auf diesem Gestell werden anschließend die Solarkollektoren montiert. Die Dacheindeckung beeinflusst lediglich die Details der Ausführung. Ziegeldächer erfordern längere Dachhaken als Blechdächer, um das Gestell an den Dachbalken zu befestigen. Bei Blechdächern muss beachtet werden, dass sich das Material bei Erwärmung relativ stark ausdehnt und daher die Montagevorrichtung eine entsprechende Toleranz aufweisen muss. Auch die Art der Dachkonstruktion spielt eine Rolle bei der Auswahl des Systems. Die Befestigungsschienen können senkrecht oder waagerecht montiert werden, einige Systeme setzen auf Kreuzkonstruktionen, die beide Arten von Schienen enthalten. Die Vielzahl der angebotenen Systeme stellt sicher, dass bei jeder Dachkonstruktion genügend Halt in tragenden Balken gefunden wird.

Herausforderungen im Rahmen der Aufdachmontage

Die Solarkollektoren werden bei einer Aufdachmontage mit einigen Zentimetern Abstand parallel zum Dach montiert, sind also von allen Seiten dem Wind ausgesetzt. Damit wirken nicht nur starke seitliche Kräfte auf die Befestigung, sondern die Wärmedämmung ist auch deutlich schlechter als bei der Indachmontage. Hinzu kommt, dass Dachreparaturen unter den Kollektoren immer eine Demontage der Anlage erforderlich machen. Nicht zuletzt sollte auch erwähnt werden, dass in das Dach eingelassene Kollektoren einfach deutlich besser aussehen. Keiner dieser Nachteile stellt jedoch ein wirkliches Ausschlusskriterium dar, weswegen sich diese Montagevariante aufgrund der Kostenvorteile als weitaus beliebteste Variante durchgesetzt hat.

Kosten und Dauer

Ein Fachbetrieb wird die Aufdachmontage im Normalfall mit zwei Personen an zwei Tagen durchführen können. Meist wird diese Montage im Rahmen eines Komplettpakets angeboten, das auch das Material und weitere Montagearbeiten im Haus umfasst. Für eine kleine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung muss mit Montagekosten in der Größenordnung von 1.500 Euro gerechnet werden, für eine große thermische Solaranlage mit Heizunterstützung sind die Montagekosten ungefähr doppelt so hoch.

Diese Firma hat mir 2020 eine 9 KW-PV-Anlage ohne Speicher eingebaut. Hervorragend! Anlage hat tatsächlich nie unter 10.000 kWh p.A. produziert.
von Paul G. aus Bad Kissingen

Selbstmontage?

Ob eine Solarthermie-Montage in Eigenleistung empfehlenswert ist, hängt entscheidend von den eigenen handwerklichen Fähigkeiten ab. Ganz so einfach wie die Anleitungen der Montagesysteme suggerieren, ist die Selbstmontage nicht. Das Problem besteht weniger darin, die Kollektoren irgendwie so am Dach zu befestigen, dass sie auch halten – das ist durchaus möglich. Nicht ganz einfach ist es aber, hinterher noch ein wirklich dichtes Dach zu haben. Dachziegel können beispielsweise bei unsachgemäßer Bearbeitung rissig werden. Zu große Löcher führen ebenfalls zu Undichtigkeiten, im Fall zu kleiner Löcher heben sich die Ziegel bei der Montage und verursachen so andere undichte Stellen im Dach. Wenn die Solarthermieanlage wegen einer Beschädigung des Dachs später nochmals demontiert werden muss, bleibt von den Einsparungen durch die Selbstmontage nichts übrig.

Die preiswerte Lösung

Die Aufdachmontage ist eine bewährte und preiswerte Standardlösung für die Nachrüstung einer Solarthermieanlage. Geeignete Montagesysteme stehen für nahezu jedes Dach zur Verfügung.

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026