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Schäden durch Marderbiss

  • Was kostet eine Marderschaden-Versicherung? Ein Schutz gegen Marderbiss ist meist in der Photovoltaik-Versicherung für jährlich 50 bis 120 Euro enthalten. Diese Police sichert die Solaranlage gegen teure Reparaturen an Kabeln und Elektronik ab, die durch Nagetiere an der Photovoltaikanlage verursacht werden.
  • Zahlt die Wohngebäudeversicherung Marderbisse? Die Wohngebäudeversicherung deckt Marderbisse an der Solaranlage oft nur gegen Aufpreis oder gar nicht ab. Eine spezielle Photovoltaik-Versicherung bietet hingegen umfassenden Schutz für die Verkabelung Ihrer Photovoltaikanlage und übernimmt die hohen Instandsetzungskosten nach Tierfraßschäden zuverlässig.
  • Wie erkennt man einen Marderbiss? Ein Marderbiss zeigt sich oft durch plötzliche Ertragsausfälle oder Fehlermeldungen im Wechselrichter der Solaranlage. Da defekte Kabel an der Photovoltaikanlage Brandrisiken bergen, sollten regelmäßige Wartungen durchgeführt werden, um angenagte Isolierungen und Folgeschäden durch Kurzschlüsse frühzeitig zu identifizieren.
  • Was kostet die Reparatur? Die Reparaturkosten nach einem Marderbiss liegen bei einer Solaranlage oft zwischen 300 und 1.000 Euro inklusive Arbeitszeit. Da die Fehlersuche an der Photovoltaikanlage aufwendig ist, schützt eine leistungsstarke Versicherung den Anlagenbetreiber effektiv vor diesen unvorhersehbaren und meist sehr kostspieligen Zusatzbelastungen.
  • Wie schützt man Kabel vor Mardern? Zusätzlich zur Versicherung der Solaranlage helfen Schutzschläuche aus Edelstahl oder spezielle Mardergitter gegen Tierfraß. Diese mechanischen Barrieren an der Photovoltaikanlage minimieren das Risiko von Kabelbissen deutlich und ergänzen den finanziellen Schutz durch eine passende Photovoltaik-Versicherung für den Anlagenbesitzer sinnvoll.

Schadensursache

Genaue Zahlen zu Schäden an Photovoltaikanlagen durch Marder liegen nicht vor, aber mehrere Versicherer geben dies als regelmäßige Schadensursache an. Das klingt plausibel angesichts der bekannten Schadenszahlen an Kraftfahrzeugen. Diese deuten auch darauf hin, dass das Problem durch ein Anwachsen der Population jährlich zunimmt. Wurden 2007 noch 175.000 Marderschäden von den Kaskoversicherungen reguliert, waren es 2011 schon 229.000. Hinzu kommt noch die Dunkelziffer durch nicht kaskoversicherte Fahrzeuge sowie durch geringfügige Schäden, die nicht der Versicherung gemeldet werden. Es ist anzunehmen, dass auch die Schäden an Solaranlagen zunehmen. Dies umso mehr, da Marder Kulturfolger sind und sich bevorzugt in Siedlungen aufhalten.

Folgen eines Marderbisses

Die Folgen können vielfältig sein. Am wahrscheinlichsten ist, dass das beschädigte Solarkabel an der Stelle des Bisses einen deutlich erhöhten Widerstand aufweist. Das führt zu Ertragsverlusten und zu einer deutlichen Erwärmung des Kabels an dieser Stelle, die auch eine akute Brandgefahr bedeuten kann. Eher harmloser ist vergleichsweise ein vollständig durchgebissenes Kabel. Dieser Marderschaden wird sofort bemerkt und ist einfacher zu lokalisieren.

Was schützt gegen Marderbiss?

Am besten helfen simple mechanische Maßnahmen. Der Raum unter der Photovoltaikanlage kann durch ein Gitter geschützt werden, damit Marder nicht dorthin gelangen. Außerdem können bisssichere Kabel verwendet werden. Diese werden mit metallischer Ummantelung und auch mit einem Schutz aus Kunststoff angeboten. Der Beschreibung des Solarkabels kann entnommen werden, ob es über einen entsprechenden Schutz verfügt. Schließlich empfiehlt sich auch, Kabel sorgfältig zu fixieren und frei hängende Kabelstrecken möglichst zu vermeiden. Deutlich vorsichtiger sind die im Fachhandel angebotenen Abwehrmittel gegen Marder zu bewerten. Das Angebot reicht von Ultraschallsendern bis zu chemischen Abwehrstoffen, die auch zur Marderabwehr für Autos angeboten werden. Biologen bewerten deren Wirksamkeit deutlich zurückhaltender als die Anbieter.

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von Uwe W. aus Marxzell

Versicherungen sichern die Schäden ab

Zumindest wer über eine Photovoltaik-Versicherung verfügt, ist auf der sicheren Seite. Diese decken Marderschäden regelmäßig ab. In den Versicherungsbedingungen sind Marderbisse als versichertes Schadensereignis fast immer ausdrücklich aufgeführt. Ob die Gebäudeversicherung ebenfalls einspringt, muss beim Versicherer erfragt werden. In jedem Fall sollte die Photovoltaikanlage der Versicherung gemeldet werden, da sie ein zusätzliches Brandrisiko birgt – nicht nur durch Marderbisse.

Einfache Maßnahmen helfen

Marderbisse stellen eine reale Gefahr für Photovoltaikanlagen dar, wie auch die Aussagen der Versicherungen belegen. Der einfachste Schutz ist zugleich der beste: Kabel mit Bissschutz sowie ein Drahtgitter, das den Raum unter den Modulen seitlich abschließt, ohne die Hinterlüftung der Photovoltaik-Module zu beeinträchtigen.

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026