Menü

Photovoltaik für Kirchen

  • Lohnt sich Photovoltaik für Kirchen? Eine Solaranlage auf Kirchendächern lohnt sich durch die meist enormen, unverschatteten Dachflächen finanziell sehr schnell. Da Kirchengebäude oft ideale Ausrichtungen besitzen, erzielen Photovoltaikanlagen hier überdurchschnittliche Erträge, die sowohl die Betriebskosten senken als auch einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.
  • Was sagt der Denkmalschutz dazu? Der Denkmalschutz ist bei einer Solaranlage auf Kirchen die größte Hürde, da das optische Erscheinungsbild gewahrt bleiben muss. Oft ermöglichen moderne Photovoltaikanlagen mit speziellen Modulen in Ziegelfarbe oder unauffällige Indach-Systeme eine Genehmigung, sofern die historische Substanz des Sakralbaus nicht dauerhaft beeinträchtigt wird.
  • Wie hoch ist der Ertrag? Kirchen erzielen mit einer Solaranlage oft jährliche Erträge von über 1.000 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt-Peak Leistung. Aufgrund der exponierten Lage und Höhe der Photovoltaikanlage minimieren sich Verschattungsverluste durch Bäume oder Nachbargebäude, was die Effizienz der Stromerzeugung im Vergleich zu Wohngebäuden meist deutlich steigert.
  • Wie wird der Solarstrom genutzt? Der Strom der Solaranlage kann in Kirchen für die elektrische Kirchenheizung, Orgelgebläse oder Beleuchtung direkt vor Ort verbraucht werden. Überschüssige Energie der Photovoltaikanlage wird gegen eine staatliche Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist, was der Gemeinde über Jahrzehnte hinweg eine stabile und ökologische Einnahmequelle garantiert.
  • Wer finanziert solche kirchlichen Projekte? Die Finanzierung einer Solaranlage erfolgt oft über kirchliche Eigenmittel, zinsgünstige Kredite oder innovative Bürgerbeteiligungsmodelle in der Gemeinde. Solche gemeinschaftlichen Photovoltaikanlagen stärken den Zusammenhalt der Gemeindemitglieder und ermöglichen eine nachhaltige Investition in grüne Infrastruktur, die sich durch die erzielten Energieeinsparungen langfristig von selbst amortisiert.

Denkmalschutz

Eine einheitliche Rechtsprechung, ob der Denkmalschutz der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Kirche entgegensteht, existiert nicht. Gegen die PV-Anlagen auf den Dächern wurden zahlreiche Klagen geführt, mit höchst unterschiedlichem Ausgang. Rechtliche Bedenken bestehen regelmäßig dann, wenn das Aussehen des Kirchengebäudes sehr stark verändert wird. Das kann wohl so verstanden werden, dass eine Indachmontage in jedem Fall die aussichtsreichere Variante ist. Noch besser geeignet ist unter diesem Aspekt die gebäudeintegrierte Photovoltaik. Hier übernehmen Dachziegel, die optisch normalen Dachziegeln gleichen, die Funktion der Solarmodule und der Dacheindeckung gleichzeitig. Ob auch der sakrale Charakter des Kirchengebäudes gegen eine solche Nutzung des Kirchendachs spricht, ist eher ein Thema für interne Diskussionen in den Kirchen und Gemeinden. Das Spektrum der Meinungen scheint von „Entweihung“ bis „Bewahrung der Schöpfung“ zu reichen.

Beispiel: Bugenhagenkirche in Greifswald-Wieck

Im Rahmen eines wegweisenden Projekts wurde die Bugenhagenkirche in Greifswald-Wieck technisch modernisiert, wobei auch eine Solaranlage auf ihrem Dach installiert wurde. Die leistungsstarke Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 30 kWp ermöglicht es, erneuerbare Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen und somit einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Durch die effiziente Nutzung der Solarenergie kann die Kirche einen Teil ihres Strombedarfs aus sauberen Energiequellen decken und gleichzeitig den CO2-Ausstoß reduzieren. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie historische Gebäude technisch aufgerüstet werden können, ohne ihre ästhetische Anmutung zu beeinträchtigen, und verdeutlicht die erfolgreiche Verschmelzung von traditioneller Architektur mit moderner Umwelttechnologie.;

Hab heute meine Solaranlage bekommen. Absolut fairer Preis, sehr Freundlich! Wirklich 1A. Schön, das es auch solche Fachleute wie euch gibt
von Emilia L. aus Illertissen

Der Denkmalschutz ist die wesentliche Hürde

Technisch spricht im Allgemeinen wenig gegen die Nutzung der Photovoltaik an Kirchen. Ganz im Gegenteil, die Dächer von Kirchen eignen sich oft nahezu ideal für die Photovoltaik. Rechtlich stellt der Denkmalschutz eine hohe Hürde dar. Ausschlaggebend ist immer der Grad der Beeinflussung des optischen Gesamtbilds im Einzelfall, allgemeine Aussagen zur Zulässigkeit solcher PV-Anlagen sind daher nicht möglich.

*Foto: Axt, CC0, via Wikimedia Commons

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026