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Gefahren im Betrieb von Solaranlagen

  • Welche Gefahren gehen von Photovoltaikanlagen aus? Die größten Gefahren einer Photovoltaikanlage sind elektrische Spannungen, Lichtbögen und Brandrisiken durch technische Defekte. Eine regelmäßige Wartung minimiert diese Risiken effektiv. Zudem können im Brandfall giftige Dämpfe entstehen, weshalb fachgerechte Schutzmaßnahmen und eine professionelle Installation für die Sicherheit essenziell sind.
  • Wie entstehen Brände bei Solaranlagen? Brände entstehen meist durch fehlerhafte Steckverbindungen oder Tierbisse an den Kabeln, die gefährliche Lichtbögen verursachen können. Diese thermischen Belastungen stellen eine ernste Gefahr für die Photovoltaikanlage dar. Hochwertige Komponenten und eine saubere Verlegung der Leitungen reduzieren das Brandrisiko sowie potenzielle Folgeschäden am Gebäude signifikant.
  • Sind giftige Substanzen in Modulen gefährlich? In einigen Solarmodulen sind Stoffe wie Blei oder Cadmium enthalten, die bei Beschädigung eine Gefahr darstellen könnten. Im Normalbetrieb sind diese Substanzen sicher eingeschlossen. Erst bei einem Brand oder unsachgemäßer Entsorgung der Photovoltaikanlage können Schadstoffe austreten, weshalb ein zertifiziertes Recycling und Vorsicht bei Brandereignissen zwingend erforderlich sind.
  • Welche Risiken bestehen für die Feuerwehr? Für Einsatzkräfte besteht die größte Gefahr in der dauerhaft anliegenden Gleichspannung, die das Löschen der Photovoltaikanlage erschwert. Auch ohne Sonneneinstrahlung können Restspannungen lebensgefährlich sein. Ein gut sichtbarer Feuerwehrschalter und ein detaillierter Übersichtsplan helfen den Rettern, die Risiken vor Ort schnell einzuschätzen und sicher zu agieren.
  • Kann die Dachstatik zur Gefahr werden? Eine zusätzliche Dachlast durch schwere Module kann bei unzureichender Planung die Statik des Gebäudes gefährlich überfordern. Besonders in schneereichen Regionen erhöht der Druck die Einsturzgefahr massiv. Eine professionelle Berechnung vor der Montage der Photovoltaikanlage stellt sicher, dass das Dach alle wirkenden Kräfte und Lasten über Jahrzehnte hinweg stabil trägt.

Gefahren durch hohe elektrische Spannungen

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Spannungen von mehreren hundert Volt, bei einer Anlage mit einer Leistung von zehn Kilowatt können durchaus auch 1000 Volt auftreten. Im Normalbetrieb stellt das kein Problem dar, weil die stromführenden Teile entsprechend isoliert sind. Wirklich gefährlich wird es, wenn in der Verkabelung hohe elektrische Widerstände auftreten. An diesen Stellen tritt eine starke Erhitzung auf, es kann zum Ausbruch eines Feuers kommen. Besonders anfällig dafür sind Kabelverbindungen, beispielsweise eine lockere Steckverbindung. Eine weitere häufige Ursache sind Solarkabel, die durch Tierbiss beschädigt werden. Noch gefährlicher kann es sein, wenn der Stromkreis durch einen solchen Defekt unterbrochen wird, also beispielsweise ein Kabel ganz durchtrennt wird. Aufgrund der hohen Spannungen können sich auf kurzen Strecken Lichtbögen bilden, von denen besonders hohe Brandgefahren ausgehen.

Die Installation ging ruck zuck, das System läuft wie am Schnürchen und wir sparen Kosten. Sehr zu empfehlen!
von Linda Y. aus Würzburg

Gefahren während eines Brandes

Wenn ein Feuer ausbricht, stellt die Photovoltaikanlage eine zusätzliche Gefahrenquelle dar. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Photovoltaikanlage selbst das Feuer verursacht hat. Das Hauptproblem für die Feuerwehr sind die hohen elektrischen Spannungen. Daneben können beim Brand der Anlage giftige Dämpfe entstehen. Besonders gefährlich sind in dieser Hinsicht PV-Anlagen, die Cadmium enthalten, das hochgradig giftig ist. Auch die Kabelisolierungen können giftige Substanzen enthalten. Als Gefahrenquelle kann sich bei Aufdachmontagen auch der Spalt zwischen den Photovoltaik Modulen und dem Dach erweisen. Die Module behindern nicht nur die freie Sicht auf das Dach, weswegen lokale Brände unentdeckt bleiben können. Der Spalt kann auch wie ein Kamin wirken, der das Feuer zusätzlich anfacht.

Gefahren durch Blitzschlag

Ein Blitz kann Spannungsspitzen verursachen, die nicht nur Schäden an der PV-Anlage selbst verursachen, sondern sich bei mangelhaftem Blitzschutz auch über das Stromnetz in die Umgebung ausbreiten können. Ein wirksamer Blitzschutz kann zweierlei leisten. Erstens reduziert er das Risiko eines Blitzeinschlags erheblich, zweitens leitet er die auftretenden Überspannungen in die Erde ab. Besonders hohe Gefahren bergen nicht fachmännisch verlegte Leitungen auf dem Dach. Von entscheidender Bedeutung ist hier, dass die Hin- und Rückleitungen parallel verlegt werden, damit der Stromkreis eine möglichst geringe Fläche umschließt. Andernfalls bildet der Stromkreis eine Induktionsschleife, in der auch bei Blitzschlägen in der Umgebung hohe Spannungen induziert werden.

„Passive Gefahren“ nicht übersehen

Eine Photovoltaikanlage ist eine elektrische Installation, von der die bekannten Gefahren hoher elektrischer Spannungen ausgehen. Nicht vergessen werden sollte aber, dass eine solche Anlage auch zusätzliche Risiken bei Schadensereignissen birgt, für die sie nicht verantwortlich ist. Schwelbrände im Dach können beispielsweise später erkannt werden, zugleich können dabei zusätzliche giftige Dämpfe freigesetzt werden.

Letzte Aktualisierung: 09.03.2026