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Solarthermieanlage

  • Was ist eine Solarthermieanlage? Eine Solarthermieanlage wandelt Sonnenstrahlung mithilfe von Kollektoren hocheffizient in nutzbare Wärme um. Diese Form der Solarenergie dient primär der Erwärmung von Trinkwasser oder der Unterstützung der Raumheizung, wodurch Hausbesitzer ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und CO2-Emissionen nachhaltig reduzieren können.
  • Wie funktioniert die Anlage? In einer Solarthermieanlage absorbiert eine spezielle Solarflüssigkeit die Sonnenwärme und transportiert diese über einen Wärmetauscher in einen Speicher. Diese gewonnene Solarenergie steht anschließend zeitversetzt für Dusche, Bad oder Heizkörper zur Verfügung, was die Effizienz der gesamten Heizungstechnik im Haushalt deutlich steigert.
  • Welche Kollektorarten gibt es? Häufig kommen Flachkollektoren oder die leistungsstärkeren Vakuumröhrenkollektoren in einer Solarthermieanlage zum Einsatz. Während Flachkollektoren durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bestechen, nutzen Vakuumröhren die verfügbare Solarenergie auch bei diffuser Strahlung oder niedrigen Außentemperaturen im Winter wesentlich effizienter für die Wärmegewinnung aus.
  • Was kostet die Installation? Die Kosten für eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung liegen inklusive Montage meist zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Systeme mit Heizungsunterstützung sind aufgrund der größeren Kollektorfläche teurer, amortisieren sich jedoch durch die höhere Einsparung an Solarenergie und attraktive staatliche Förderprogramme über die Jahre deutlich schneller.
  • Lohnt sich die Anschaffung? Ja, eine Solarthermieanlage deckt jährlich bis zu 60 Prozent des Warmwasserbedarfs völlig kostenlos ab. Da die Solarenergie unbegrenzt zur Verfügung steht, schützt die Anlage effektiv vor steigenden Energiepreisen und wertet die Immobilie durch eine moderne, umweltfreundliche und krisensichere Heizungstechnik langfristig auf.

Funktionsweise der Solarthermieanlagen

Durch den Solarkollektor, der in der Regel auf dem Dach installiert ist, wird Energie mittels eines Absorbers gewonnen. Der Absorber befindet sich in einem wärmegedämmten Kasten, sodass möglichst wenig Energie verloren geht und wandelt die auftreffenden Sonnenstrahlen in Wärme um. Durch den Absorber fließt die sogenannte Wärmeträgerflüssigkeit, die sich erwärmt und im Solarspeicher (Wärmespeicher) zwischengespeichert wird. Am effizientesten arbeitet eine Solarthermieanlage, bei einem Anstellwinkel zwischen 30° und 55° und einer Ausrichtung nach Süden.

Montage von Solarthermie

Die Wahl der Montageart für eine Solarthermieanlage ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu gehören die baulichen Gegebenheiten des Gebäudes, die verfügbare Fläche, die ästhetischen Präferenzen und das Budget. Jede Montageart hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt. 

Folgende Montagen sind möglich:

Solarthermie: Kombination mit Heizung

Die Integration einer Solarthermieanlage in das Heizsystem eines Gebäudes erfolgt durch das Einbringen der erwärmten Flüssigkeit in das bestehende Heizsystem. Diese Integration kann in verschiedene Heizungssysteme erfolgen, wie z. B. Fußbodenheizungen, Radiatoren oder Konvektoren.

Ein Regelungssystem überwacht dabei die Temperatur und den Energiebedarf des Gebäudes. Abhängig von den Anforderungen kann dieses System automatisch zwischen der Solarthermie und anderen Wärmequellen, wie einem konventionellen Heizkessel, umschalten. Zusätzlich kann in Zeiten, in denen die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht, um den gesamten Wärmebedarf des Gebäudes zu decken, eine weitere Wärmequelle, wie ein konventioneller Heizkessel, als Unterstützung dienen.

Durch diese Kombination trägt eine Solarthermieanlage erheblich zur Verringerung der Heizkosten und der Umweltauswirkungen bei. Die Sonnenenergie wird als kostenlose und erneuerbare Energiequelle genutzt, um das Heizsystem zu unterstützen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, die Anlage richtig zu dimensionieren und zu konfigurieren.

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von Daniel D. aus Großhansdorf

Nutzen einer Solarthermieanlage

Solarthermieanlagen haben genau wie Photovoltaikanlagen eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren. Der Vorteil der Solarthermieanlagen besteht vor allem darin, dass sie schnell und ohne großen Aufwand an die bestehende Heizung angeschlossen werden können. In den Sommermonaten kann der komplette Warmwasserbedarf durch die Solarthermie gedeckt werden. Auf das Jahr betrachtet kann eine Solarthermieanlage bis zu 50 Prozent des Warmwasserbedarfs decken und stellt somit eine große Kostenersparnis dar. Bei einer Anlage zur Heizungsunterstützung können die Energiekosten im Schnitt um 30 Prozent gesenkt werden.

Fachbetriebe

Da eine Solarthermieanlage regelmäßig auch nachträglich an das bestehende Heizungssystem angeschlossen werden kann, ist eine Nachrüstung problemlos möglich. Gerne vermitteln wir Sie an einen passenden Fachbetrieb aus der Region.

Weitere Infos zur Installation von Solarthermieanlagen

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026