So finden Sie die günstigste Solaranlage
Photovoltaikanlagen erzeugen tagsüber häufig mehr Strom, als im Haushalt unmittelbar benötigt wird. Dieser überschüssige Strom wird in vielen Fällen ins öffentliche Netz eingespeist. Allerdings ist die Einspeisevergütung heute deutlich niedriger als der Preis für Strom aus dem Netz. Genau hier setzt die PV-Überschuss-Steuerung an: Sie sorgt dafür, dass möglichst viel des selbst erzeugten Solarstroms im eigenen Haushalt genutzt wird.
Mit einer intelligenten Steuerung können Geräte automatisch dann eingeschaltet werden, wenn die Photovoltaikanlage ausreichend Strom produziert. Dadurch steigt der Eigenverbrauch, die Stromkosten sinken und die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage verbessert sich deutlich.
Unter einer PV-Überschuss-Steuerung versteht man ein System, das erkennt, wann mehr Solarstrom erzeugt wird als im Haus aktuell benötigt wird. Dieser überschüssige Strom wird dann gezielt für bestimmte Verbraucher genutzt, anstatt ihn ins Stromnetz einzuspeisen.
Die Steuerung kann dabei automatisch verschiedene Geräte aktivieren oder deren Leistung anpassen. Typische Anwendungen sind:
Das Ziel ist es, den Anteil des selbst genutzten Stroms – den sogenannten Eigenverbrauch – möglichst zu erhöhen.
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SUCHENDie Einspeisevergütung für Solarstrom ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Gleichzeitig steigen die Strompreise für Haushaltsstrom. Deshalb ist es wirtschaftlich deutlich attraktiver, den erzeugten Strom selbst zu nutzen.
Ohne Steuerung werden viele Haushaltsgeräte unabhängig von der aktuellen Solarstromproduktion betrieben. Eine PV-Überschuss-Steuerung sorgt dafür, dass Stromverbrauch und Stromerzeugung besser zusammenpassen.
In einem durchschnittlichen Haushalt liegt der Eigenverbrauch ohne Steuerung oft nur bei etwa 25 bis 30 Prozent. Mit intelligenter Steuerung kann dieser Anteil auf 40 bis 60 Prozent oder sogar noch höher steigen.
Jede Kilowattstunde Solarstrom, die im eigenen Haushalt verbraucht wird, muss nicht aus dem Netz bezogen werden. Da Netzstrom meist deutlich teurer ist als die Einspeisevergütung, ergibt sich hier ein erheblicher finanzieller Vorteil.
Auch aus energiewirtschaftlicher Sicht ist eine PV-Überschuss-Steuerung sinnvoll. Wenn mehr Strom direkt vor Ort verbraucht wird, müssen weniger Energiemengen über das Stromnetz transportiert werden. Das reduziert Netzbelastungen und unterstützt die Integration erneuerbarer Energien.
Die Grundlage jeder Überschuss-Steuerung ist die kontinuierliche Messung von Stromerzeugung und Stromverbrauch. Dazu wird meist ein sogenannter Smart Meter oder Energiemanager eingesetzt.
Der Energiemanager erfasst in Echtzeit:
Wenn die Anlage mehr Strom produziert als verbraucht wird, erkennt das System den entstehenden Überschuss.
Sobald Überschuss vorhanden ist, können definierte Geräte automatisch eingeschaltet werden. Beispiele:
Moderne Systeme arbeiten dabei sehr dynamisch und passen die Leistung der Verbraucher kontinuierlich an die verfügbare Solarleistung an.
Die Möglichkeiten zur Nutzung von überschüssigem Solarstrom sind vielfältig. Einige Anwendungen sind besonders verbreitet.
Eine häufige Anwendung ist die Nutzung von Solarstrom für die Warmwasserbereitung. Dabei wird ein elektrischer Heizstab im Warmwasserspeicher aktiviert, sobald überschüssiger Strom vorhanden ist.
Das Wasser wird dann mit kostenlosem Solarstrom erwärmt. Dadurch kann der Einsatz von Gas, Öl oder Wärmepumpenstrom reduziert werden.
Auch das Laden eines Elektroautos eignet sich hervorragend für die Nutzung von PV-Überschuss. Intelligente Wallboxen können den Ladestrom automatisch an die aktuelle PV-Produktion anpassen.
Das Fahrzeug wird dann bevorzugt mit selbst erzeugtem Solarstrom geladen.
Bei Gebäuden mit Wärmepumpe kann überschüssiger Solarstrom genutzt werden, um zusätzliche Wärme zu erzeugen oder den Pufferspeicher aufzuladen. Dadurch wird ein Teil des Heizenergiebedarfs direkt aus der PV-Anlage gedeckt.
Damit eine PV-Überschuss-Steuerung funktioniert, müssen einige technische Voraussetzungen erfüllt sein.
Ein zentrales Element ist ein Energiemanagementsystem (EMS). Dieses System koordiniert die Stromflüsse im Haushalt und steuert die angeschlossenen Verbraucher.
Viele moderne Wechselrichterhersteller bieten bereits integrierte Energiemanagementlösungen an.
Die angeschlossenen Geräte müssen steuerbar sein. Das kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:
Damit das System den Überschuss erkennt, wird ein Messgerät am Netzanschlusspunkt installiert. Dieses misst kontinuierlich den Stromfluss zwischen Haus und Netz.
Viele Hausbesitzer fragen sich, ob ein Batteriespeicher oder eine Überschuss-Steuerung sinnvoller ist. Beide Technologien verfolgen ähnliche Ziele, funktionieren jedoch unterschiedlich.
Ein Batteriespeicher speichert überschüssigen Solarstrom zwischen und stellt ihn später wieder zur Verfügung – zum Beispiel am Abend oder in der Nacht.
Der Vorteil ist eine zeitliche Verschiebung des Stromverbrauchs.
Bei der Überschuss-Steuerung wird der Strom nicht gespeichert, sondern sofort genutzt. Die Verbraucher werden gezielt dann betrieben, wenn Solarstrom verfügbar ist.
Viele Haushalte kombinieren beide Systeme, um den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen.
Eine PV-Überschuss-Steuerung kann die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage deutlich verbessern.
Je mehr Solarstrom selbst genutzt wird, desto weniger Strom muss aus dem Netz gekauft werden. Das reduziert die laufenden Energiekosten.
Im Vergleich zu Batteriespeichern sind viele Überschuss-Steuerungen relativ kostengünstig. Oft reicht bereits ein Energiemanagementsystem mit einigen steuerbaren Verbrauchern aus.
Durch die Einsparungen bei den Stromkosten können sich solche Systeme oft innerhalb weniger Jahre amortisieren.
Letzte Aktualisierung: 11.03.2026