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Photovoltaik Ausrichtung & Ertrag

  • Welche PV-Ausrichtung ist optimal? Die klassische Südausrichtung erzielt die höchsten Gesamterträge, da die Photovoltaikanlage zur Mittagszeit die maximale Strahlungsintensität nutzt. Diese Konfiguration maximiert die Stromproduktion über das Jahr gesehen und bildet somit oft die wirtschaftliche Basis für eine hohe Einspeisevergütung und maximale Energieausbeute.
  • Lohnt sich Ost-West-Ausrichtung? Ja, eine Ost-West-Ausrichtung ist besonders wirtschaftlich für den Eigenverbrauch, da sie die Stromerzeugung über den gesamten Tag verteilt. Morgens und abends wird mehr Solarenergie produziert, was exakt mit den Lastspitzen vieler privater Haushalte korreliert und so die teure Stromentnahme aus dem öffentlichen Netz minimiert.
  • Welcher Neigungswinkel ist ideal? Ein Neigungswinkel zwischen 30 und 40 Grad gilt in Deutschland als optimal für südausgerichtete Photovoltaikanlagen. In dieser Position trifft die Solarenergie im Jahresmittel am effizientesten auf die Module, was die Wirtschaftlichkeit durch eine gleichbleibend hohe Performance sowohl im Sommer als auch in den Übergangszeiten sichert.
  • Wie beeinflusst Schatten den Ertrag? Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude reduziert die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage massiv, da bereits kleine Schattenwürfe ganze Modulreihen in ihrer Leistung bremsen können. Eine professionelle Ertragsanalyse berücksichtigt diese Faktoren vorab, um die Platzierung der Module für eine maximale Aufnahme der Solarenergie zu optimieren.
  • Ist Nordausrichtung wirtschaftlich? Eine reine Nordausrichtung ist meist weniger wirtschaftlich, kann sich aber bei sehr flachen Dachneigungen und niedrigen Installationskosten dennoch amortisieren. Moderne, lichtempfindliche Module nutzen auch hier diffuse Solarenergie, doch im direkten Vergleich erzielen Süd-, Ost- oder Westdächer deutlich schnellere Rücklaufzeiten für das investierte Kapital der Photovoltaikanlage.
Seit kurzem läuft die Solar-Anlage, wir sind super zufrieden. Alles lief reibungslos. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit!
von Alexandra M. aus Ettlingen

Optimale Dachausrichtung

Im Optimalfall ist das Dach genau Richtung Süden ausgerichtet. In diesem Fall erzielt die Photovoltaikanlage den höchsten Ertrag, da die Sonne bei Ihrem Höchststand ebenfalls genau im Süden steht und so eine optimale Sonneneinstrahlung über den Tag gewährleistet wird. Allerdings sind die Ertragsverluste bei Abweichung von der genauen südlichen Ausrichtung geringer als viele vermuten. So kann man immer noch fast 95 Prozent des maximalen Ertrages erreichen, selbst wenn die Ausrichtung um 40 Grad Richtung Westen oder Osten abweicht (bei optimaler Dachneigung).

Optimaler Neigungswinkel

Der Neigungswinkel des Daches bestimmt ebenfalls den Ertrag. Da die Solarmodule bei Satteldächern in der Regel direkt auf dem Dach montiert werden, ist in diesem Fall der Dachneigungswinkel auch der Modulneigungswinkel. Bei Flachdächern können die Photovoltaik Module auch aufgeständert werden, sodass in diesem Fall der Modulwinkel individuell eingestellt werden kann und vom eigentlichen Dachwinkel unabhängig ist. Für Deutschland liegt der optimale Neigungswinkel zwischen 30 und 45 Grad. Doch selbst bei einem Dachwinkel von nur 10 Grad oder 60 Grad sind immer noch Erträge von über 90 Prozent des Maximums möglich (bei optimaler Ausrichtung nach Süden).

Kombination von Ausrichtung und Neigungswinkel

Dachneigung und Ausrichtung sollten immer gemeinsam betrachtet werden, da sie sich gegenseitig beeinflussen. So kann es bei einer starken Abweichung von der Südrichtung besser sein, ein Dach mit geringerer Neigung als die optimalen 30-45 Grad zu haben. In unserem Photovoltaik-Rechner lässt sich kostenlos und unverbindlich der Ertrag anhand der Ausrichtung und Dachneigung ermitteln. So kann sehr schnell festgestellt werden, inwieweit sich eine Photovoltaikanlage auf der eigenen Immobilie rechnet.

In der unten dargestellten Grafik werden die prozentualen Ertragsunterschiede von der optimalen Ausrichtung und dem idealen Neigungswinkel der Photovoltaikanlage veranschaulicht. Die eingerahmten Kästchen geben die optimalen Neigungswinkel für verschiedene Ausrichtungen an.

Andere Einflussfaktoren wie z.B. Verschattungen

Andere Einflussfaktoren, wie zum Beispiel Verschattungen der Photovoltaik-Module, können Ertragseinbußen zur Folge haben. Hat man eine Teilverschattung auf seinem Dach durch Nachbargebäude oder Bäume, sollte man sich mit einem Fachmann über mögliche Auswirkungen beraten.

Letzte Aktualisierung: 12.10.2023