Einspeisezähler

Um die Einspeisevergütung für eine Photovoltaikanlage bestimmen zu können, muss die Menge des eingespeisten Stroms genau bekannt sein. Dazu ist ein Einspeisezähler erforderlich. Die Kosten für den Zähler trägt der Anlagenbetreiber, der den Zähler entweder beim Netzbetreiber mieten oder kaufen kann.

Ein- und Zweirichtungszähler

EinspeisezählerGrundsätzlich kann die Messung des aus dem Netz bezogenen und des ins Netz eingespeisten Stroms von einem einzigen Einspeisezähler übernommen werden. Diesen so genannten Zweirichtungszähler stellt der Netzbetreiber gegen eine jährliche Gebühr zur Verfügung. Üblicherweise bewegt sich diese Gebühr in einer Größenordnung von etwa 40 Euro pro Jahr. Alternativ kommt der Betrieb zweier getrennter Zähler für den Strombezug und die Einspeisung in Betracht. In diesem Fall hat der Kunde die Wahl, den Einspeisezähler beim Netzbetreiber zu mieten oder privat einen eigenen Zähler anzuschaffen.

Kauf oder Miete?

Der Kauf eines Einspeisezählers ist im Allgemeinen ein wenig günstiger, auch wenn die Kosten der in regelmäßigen Abständen erforderlichen Eichung in die Rechnung einbezogen werden. Allerdings haftet der Kunde in diesem Fall auch für Defekte am Zähler und hat keinen Anspruch auf eine Vergütung, wenn der eingespeiste Strom nicht korrekt gemessen wird. Die meisten Anlagenbetreiber entscheiden sich für einen Zweirichtungszähler. Häufig schon aus dem Grund, dass im Zählerkasten nicht genügend Platz für einen zweiten Zähler vorhanden ist. Problematisch kann diese Lösung dann sein, wenn der Stromanbieter gewechselt wird. Einen normalen Bezugszähler nutzt der neue Anbieter einfach weiter, ein Zweirichtungszähler muss unter Umständen ausgetauscht werden.

Fazit: Auf den Zählertyp achten

Zweirichtungszähler sind preiswert und platzsparend, müssen jedoch vom Netzbetreiber gemietet werden. Ein separater zweiter Einspeisezähler kann hingegen auch privat angeschafft werden, was meist die günstigere Variante ist. Saldierende Zähler sind wirtschaftlich vorteilhafter als phasenbezogene. Digitale Zähler ermöglichen es oft, zwischen beiden Betriebsmodi zu wählen. Die „klassischen“ Zähler, die an dem sich drehenden Rädchen zu erkennen sind, arbeiten ausschließlich saldierend.