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Solarreinigung

  • Warum ist eine Solarreinigung wichtig? Staub, Pollen, Ruß oder Vogelkot bilden auf den Kollektoren einer Solarthermieanlage einen Schmutzfilm, der die Sonneneinstrahlung blockiert. Eine regelmäßige Reinigung stellt sicher, dass die Solarenergie ungehindert den Absorber erreicht, wodurch Ertragseinbußen von bis zu 15 Prozent vermieden werden und die Effizienz der Anlage langfristig hoch bleibt.
  • Wann sollten Kollektoren gereinigt werden? Ein idealer Zeitpunkt für die Solarreinigung ist das Frühjahr, um die Rückstände des Winters zu entfernen und die Solarthermieanlage optimal auf die sonnenintensiven Monate vorzubereiten. Sichtbare Verschmutzungen oder ein unerklärlicher Leistungsabfall bei der Gewinnung von Solarenergie sind deutliche Signale, dass eine Säuberung der Glasflächen notwendig ist.
  • Reicht der Regen zur Selbstreinigung aus? Ab einem Neigungswinkel von etwa 15 Grad hilft Regen zwar, groben Staub abzuspülen, doch hartnäckiger Schmutz an den Rahmenkanten bleibt oft haften. Dieser "Linseneffekt" kann die Solarthermieanlage lokal überhitzen, weshalb eine manuelle Unterstützung der natürlichen Reinigung sinnvoll ist, um die volle Ausbeute an Solarenergie dauerhaft zu garantieren.
  • Was ist bei der Reinigung zu beachten? Bei der Solarreinigung sollte auf kalkarmes Wasser (ideal ist Regenwasser) und weiche Bürsten geachtet werden, um Kratzer auf dem Spezialglas der Solarthermieanlage zu vermeiden. Aggressive Reinigungsmittel sind tabu, da sie die Dichtungen angreifen könnten; stattdessen sorgt ein schonendes Vorgehen dafür, dass die Solarenergie wieder verlustfrei in Wärme umgewandelt werden kann.
  • Sollte man Profis beauftragen? Für schwer zugängliche Dächer empfiehlt sich ein professioneller Reinigungsservice, der über die nötige Sicherheitsausrüstung und spezielle wasserführende Teleskopstangen verfügt. Profis reinigen die Solarthermieanlage effizient und gefahrlos, sodass Hausbesitzer ohne eigenes Risiko von einer maximierten Ausbeute an sauberer Solarenergie und einer verlängerten Lebensdauer ihrer Anlage profitieren.

Folgen einer Verschmutzung der Glasoberfläche

Eine Photovoltaikanlage erleidet in 20 Jahren einen Leistungsabfall von typischerweise etwa 20 Prozent. Diese Verluste sind teilweise auf die schlechter werdende Lichtdurchlässigkeit der Moduloberflächen zurückzuführen. Auf den Modulen lagert sich alles ab, was an Schmutz in der Luft vorhanden ist, also beispielsweise Staub und Ruß. Beides wird vom Regenwasser nahezu vollständig entfernt.

Vogelkot und andere festsitzende Verschmutzungen können jedoch die Oberflächen chemisch angreifen. Die Folgen sind Leistungseinbußen, die sich bei Photovoltaik-Modulen deutlicher auswirken als bei Solarthermieanlagen. Die Leistung sollte daher regelmäßig überwacht werden. Unerklärliche Leistungsverluste sind ein wichtiger Hinweis auf verschmutze oder beschädigte Oberflächen, die eine Solarreinigung erforderlich machen.

Ich bin sehr dankbar, dass unsere Photovoltaik Anlage in kürzester Zeit in Betrieb genommen worden ist. Sehr starke Leistung! 👍🏼
von Maren M. aus Essen

Welche Anlagen sind besonders betroffen?

Stärker von Verschmutzungen sind zunächst Anlagen auf Dächern mit geringer Neigung betroffen, weil der Selbstreinigungseffekt des Regenwassers deutlich geringer ausfällt. Ein zusätzliches Verschmutzungsrisiko bergen auch gerahmte Module, an deren unteren Rändern sich Schmutz sammelt. Besonders stark wirkt sich dieser Effekt naturgemäß auf quer montierte Module aus, bei denen sich eine der längeren Kanten unten befindet. Eine sehr gute Reinigungswirkung weist der von den Modulen abrutschende Schnee auf. In schneearmen Lagen entfällt dieser Effekt.

Hinweise zur Solarreinigung

Tabu ist alles, was die Oberflächen beschädigen könnte. Dazu zählen Hochdruckreiniger, Reinigungsgeräte mit scharfen Kanten und aggressive chemische Reinigungsmittel. Ideal wäre es, ein wenig Regenwasser für die Reinigung zu sammeln, da der Kalk im Leitungswasser sich auf den Modulen absetzen kann.

Sinnvollerweise sollte die Reinigung nicht ausgerechnet zur Mittagszeit erfolgen, wenn die Module besonders heiß sind. Und selbstverständlich sollte die Solarreinigung nur mit entsprechender Ausrüstung vorgenommen werden. Zwischen den Modulen zu balancieren, ist eine schlechte Idee!

Kosten für die Solarreinigung durch einen Fachbetrieb

Die professionelle Solarreinigung wird in der Regel pro Quadratmeter berechnet und hängt unter anderem von den örtlichen Gegebenheiten und der Größe der Anlage ab. Daher können die Preisunterschiede recht erheblich sein. Mit einem Preis von ca. 2,00 bis 2,50 Euro pro m² für die Erstreinigung und etwa der Hälfte für fest vereinbarte Folgereinigungen ist zu rechnen. Manche Firmen erheben zudem eine Anfahrtspauschale. Es lohnt sich daher, vorher verschiedene Angebote zu vergleichen.

Fazit: Nicht übertreiben

Die Selbstreinigung der Module durch Regen und Schnee löst die meisten Probleme von ganz allein. Wenn keine Leistungsverluste auftauchen und eine einfache Sichtprüfung keine Hinweise auf Verschmutzungen liefert, ist eine Solarreinigung nicht erforderlich. Eine professionelle Reinigung ist für private Kleinanlagen dann empfehlenswert, wenn hartnäckiger Schmutz nicht auf schonende Weise beseitigt werden kann.

Letzte Aktualisierung: 08.03.2026